Allgemeine
Geschäftsbedingungen (AGB) der Pinkpass
Anbieter: Pinkpass, Am
Winterhafen 1a, 28217 Bremen, Deutschland
Geltungsbereich: Deutschland
Stand: September 2025
1. Definitionen und
Geltungsbereich
1.1
Definitionen
Im Sinne
dieser AGB gelten folgende Begriffsbestimmungen:
Anbieter: Pinkpass, Bremen, Betreiberin der SaaS-Plattform zur
Verwaltung digitaler Kunden- und Memberkarten.
Kunde: Natürliche oder juristische Person, die die Plattform bezieht und
im eigenen Namen Endkunden Kartenprogramme anbietet.
Endkunde: Natürliche Person, die vom Kunden eine digitale Kunden- bzw.
Memberkarte erhält und nutzt.
Kundenpass / Memberkarte: Digitale Karte, die der Endkunde in
Wallet-Apps (z. B. Apple Wallet, Google Wallet) speichert.
Plattform: SaaS-Lösung des Anbieters zur Erstellung, Verwaltung und
Distribution von Kundenpässen, Loyalty-Programmen, Rewards und Coupons.
Punkte: Interne Zähleinheit, die Endkunden für definierte Aktionen (z.
B. Kauf, Anmeldung) gutgeschrieben wird.
Rewards: Prämien, einlösbar gegen Leistungen basierend auf angesammelten
Punkten.
Coupons: Einmalig oder mehrmalig einlösbare Gutscheincodes.
Vertrag: Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde über die Nutzung der
Plattform gemäß dieser AGB.
1.2
Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen dem
Anbieter und dem Kunden über die Nutzung der Plattform. Entgegenstehende oder
abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, ihrer
Geltung wurde ausdrücklich und schriftlich durch den Anbieter zugestimmt.
Die Nutzung der Plattform setzt zudem den Abschluss
eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO voraus. Ohne
einen gültigen AVV ist die Nutzung der Pinkpass-Plattform nicht zulässig.
1.3
Unternehmerklausel
Die Angebote und
Leistungen des Anbieters richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne
des § 14 BGB. Verbraucher im
Sinne des § 13
BGB sind von der Nutzung der Plattform ausgeschlossen. Der Kunde versichert mit
Vertragsschluss, dass er die Leistungen des Anbieters ausschließlich für
gewerbliche oder selbständige berufliche Zwecke nutzt.
2. Vertragsgegenstand
2.1
Leistungsbeschreibung
Der
Anbieter stellt dem Kunden die Plattform als SaaS‑Lösung
zur Verfügung. Der Leistungsumfang umfasst insbesondere:
·
Erstellung
und Anpassung digitaler Kunden-/Memberkarten im Corporate Design
·
Verwaltung
von Endkundendaten (Name, Vorname, E-Mail, Geburtsdatum, Sternzeichen)
·
Betrieb
eines Punkte- und Loyalty-Systems inkl. Rewards und Coupons
·
Anbindung
an Wallet-Apps (Apple, Google) und Bereitstellung einer API
·
Dashboard
mit Statistiken, Segmentierung, Kampagnensteuerung und Reporting
·
Versand
von Push-Nachrichten (Opt-in) und Geofencing-Triggers
·
Automatisierte
E-Mail-Kommunikation (z. B. Willkommens-,
Punkte-Mails)
·
Rollen-
und Rechteverwaltung für Kundenmitarbeitende
2.2
Service‑Level
und Support
Die Plattform ist mit
einer Verfügbarkeit von 99,5 % pro Monat gewährleistet,
ausgenommen geplante Wartungsfenster und unvorhersehbare Störungen. Geplante
Wartungen werden mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt. Der Support
erfolgt über ein Ticketsystem mit einer Reaktionszeit von maximal 24 Stunden an
Werktagen (9–17 Uhr MEZ). Bei Unterschreitung der Verfügbarkeit von 99,5 % erhält der Kunde anteilige
Gutschriften gemäß SLA.
3. Vertragsschluss,
Laufzeit und Kündigung
3.1
Vertragsschluss
Der
Vertrag kommt durch schriftliche oder elektronische Annahme des Angebots des
Anbieters durch den Kunden zustande.
3.2
Laufzeit und Kündigung
Die Mindestlaufzeit beträgt 1 Monat und verlängert
sich automatisch jeweils um einen
weiteren Monat. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit ist eine Kündigung mit einer
Frist von 30 Tagen zum Monatsende möglich.
Der Vertrag beginnt mit Annahme, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Kündigungen sind in Textform (§ 126b BGB), z. B. per E‑Mail an die im Vertrag
genannte Kontaktadresse, einzureichen. Eine fristlose Kündigung ist bei
schwerwiegenden Vertragsverletzungen zulässig.
3.3 Vertragsende
Bei Beendigung des Vertrags hat der Kunde sämtliche
Zugangsdaten unverzüglich zu löschen und nicht weiterzuverwenden.
4. Nutzungsrechte und
Lizenz
4.1
Einräumung von Nutzungsrechten
Der
Anbieter gewährt dem Kunden ein einfaches, nicht exklusives, nicht
übertragbares Recht, die Plattform gemäß Vertrag zu nutzen.
4.2
Nutzungseinschränkungen
Der Kunde darf die Plattform nicht für rechtswidrige
Zwecke nutzen. Reverse Engineering, Dekompilierung oder Umgehung technischer
Schutzmaßnahmen sind untersagt.
4.3
Schutzrechte
Der Anbieter bleibt Inhaber sämtlicher
Urheberrechte, Markenrechte und sonstiger Schutzrechte an der Plattform und
allen im Rahmen der Vertragsdurchführung erstellten Materialien.
5. Pflichten des Kunden
5.1
Mitwirkungspflichten
Der
Kunde stellt alle zur Vertragserfüllung notwendigen Informationen und Systeme
unentgeltlich zur Verfügung.
5.2
Verantwortlichkeit für Endkundendaten
Der
Kunde ist Datenverantwortlicher im Sinne der DSGVO. Er stellt sicher, dass
Endkunden die erforderlichen Einwilligungen erteilen und informiert sie gemäß
Art. 13 DSGVO über Zweck, Umfang und
Dauer der Datenverarbeitung. Der Kunde hat geeignete technische und
organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um Datenschutzverletzungen zu
vermeiden.
5.3
Nutzung der Plattform
Der Kunde sorgt dafür,
dass nur berechtigte Mitarbeiter legitimiert und geschult sind. Der Kunde
haftet für die ordnungsgemäße Nutzung, insbesondere für die rechtmäßige
Speicherung von Endkundendaten.
6. Preise und
Zahlungsbedingungen
6.1
Preise
Sämtliche
Preise verstehen sich zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Die
Abrechnung erfolgt monatlich nach gebuchten Modulen und Endkundenkontingenten.
6.2 Zahlungsarten
Die Zahlung erfolgt per SEPA-Lastschrift,
Kreditkarte oder über externe Zahlungsdienstleister (z. B. Stripe). Bei Nutzung eines Zahlungsdienstleisters
gelten ergänzend dessen Nutzungs- und Datenschutzbedingungen. Bei
Zahlungsverzug gelten Verzugszinsen in Höhe von 5% über dem Basiszinssatz.
6.3 Preisanpassung
Der Anbieter ist berechtigt, Preisanpassungen mit
einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende anzukündigen. Der Kunde hat ein
Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen.
7. Loyalty‑Programm
7.1
Punktezuteilung
Der
Kunde definiert automatisierte Regeln (z. B. Punkte pro Einkauf, Anmeldung,
Geburtstag). Der Anbieter implementiert und überwacht die Regeln
technisch.
7.2
Einlösung von Rewards und Coupons
Endkunden
können via Wallet‑App oder Kundenportal Coupons und Rewards einlösen.
Der Kunde legt Werte, Gültigkeit und Einlösebedingungen fest.
7.3
Verfall und Übertragung
Punkte
verfallen nach 24 Monaten Inaktivität.
Eine Übertragung von Punkten auf andere Endkunden ist untersagt, sofern nicht
gesondert vereinbart.
7.4 Rechtliche Prüfung
Der Anbieter übernimmt
keine rechtliche Prüfung der Rechtmäßigkeit einzelner Rewards oder Coupons.
Diese liegt in der Verantwortung des Kunden.
8. Gewährleistung
8.1
Gewährleistung
Es
gilt die gesetzliche Gewährleistung gemäß §§ 434 ff. BGB. Mängelansprüche
verjähren in 12 Monaten ab Abnahme der Leistung gemäß
§ 634a
Abs. 1 Nr. 1 BGB. Diese Regelung gilt
ausschließlich im Geschäftsverkehr mit Unternehmern (§ 14 BGB). Die gesetzliche Verjährungsfrist
bleibt unberührt bei Ansprüchen aus arglistigem
Verschweigen eines Mangels (§ 438
Abs. 3 BGB) oder bei der Übernahme
einer Garantie (§ 444
BGB).
8.2
Mängelanzeige und -beseitigung
Der Kunde hat Mängel
innerhalb von 14 Tagen in Textform
anzuzeigen. Der Anbieter verpflichtet sich, erkannte Mängel unverzüglich zu
beheben.
9. Haftung und
Freistellung
9.1
Haftungsausschluss
Der
Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Die Haftung
für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit
bleibt hiervon unberührt.
9.2
Haftungsbegrenzung
Bei
einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher
Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den typischerweise
vorhersehbaren Schaden, jedoch max. auf die im letzten Vertragsjahr gezahlten
Entgelte.
9.3
Höhere Gewalt
Leistungsstörungen
durch höhere Gewalt, Behördenmaßnahmen oder unverschuldete Netzausfälle
befreien den Anbieter von Leistungspflichten.
9.4
Freistellung
Der
Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, soweit diese aus
vertragswidriger Nutzung durch den Kunden resultieren.
9.5 Begünstigte Dritte
Die
vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten von Mitarbeitern,
Erfüllungsgehilfen und gesetzlichen Vertretern des Anbieters.
9.6 Datenverarbeitung und Haftung
bei Datenschutzverstößen
Der Anbieter stellt lediglich die technische Plattform zur Verfügung und
verarbeitet personenbezogene Daten der Endkunden (z. B. Karteninhaber) ausschließlich im Auftrag und nach Weisung des Kunden. Der
Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung sowie für die
Einhaltung der datenschutzrechtlichen Pflichten gegenüber den Endkunden allein verantwortlich.
Der Anbieter haftet nicht für Datenschutzverstöße, die auf einem Fehlverhalten
des Kunden oder dessen Mitarbeitenden beruhen. Der Kunde stellt den Anbieter
von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen
Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Kunden resultieren.
10. Datenschutz und
Auftragsverarbeitung
10.1
Rollen
Der
Kunde ist Verantwortlicher, der Anbieter Auftragsverarbeiter im Sinne der
DSGVO.
10.2
Datenarten
Verarbeitet werden
ausschließlich Endkundendaten, insbesondere Name, Vorname, E‑Mail‑Adresse, Geburtsdatum,
Sternzeichen sowie Punkte- und Reward-Stammdaten.
10.3
Verarbeitungszwecke
Bereitstellung und Betrieb der
Plattform, Abrechnung, Support, Reporting und Systemoptimierung.
10.4
Rechtsgrundlagen
Art. 6 Abs. 1 lit. b (Vertragserfüllung),
lit. f (berechtigtes
Interesse: Optimierung der Plattform).
10.5
Dauer der Speicherung
Endkundendaten
werden während der Vertragslaufzeit und für gesetzlich vorgeschriebene
Aufbewahrungsfristen (z. B. steuerrechtlich)
gespeichert und anschließend gelöscht.
10.6
Technische und organisatorische Maßnahmen
Verschlüsselung
in TLS, Firewalls, Zugriffskontrollen, Protokollierung, regelmäßige
Penetrationstests.
10.7
Unterauftragsverarbeiter
Der
Anbieter darf Subunternehmer einsetzen, sofern diese vertraglich nach Art. 28 DSGVO verpflichtet werden.
Transparenzhalber werden die eingesetzten Subunternehmer und
Hostingdienstleister auf Anforderung offengelegt. Eine vollständige Liste ist
auf Anfrage beim Anbieter erhältlich.
10.8
Betroffenenrechte
Der Kunde ist berechtigt, sich im zumutbaren Umfang
über die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Pflichten durch Pinkpass zu
informieren. Dies kann z. B. durch Einsicht in
technische Dokumentationen, Nachweise oder relevante Zertifizierungen erfolgen.
10.9 Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Der Abschluss eines
gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrags gemäß Art. 28 DSGVO ist verpflichtend
und erfolgt vor der ersten Nutzung der Plattform. Die Zustimmung gilt mit
aktivem Opt-in (z. B. durch Setzen eines
Häkchens bei Vertragsabschluss) als erteilt. Ohne diesen Vertrag ist die
Nutzung der Pinkpass-Plattform nicht zulässig.
10.10
Cookies und Tracking
Der Kunde wird darauf
hingewiesen, dass auf der Plattform Cookies und ähnliche Technologien
eingesetzt werden, um die Nutzung der Dienste zu ermöglichen und zu verbessern.
Die genauen Informationen zur Verwendung von Cookies, deren Zweck sowie
Möglichkeiten zur Verwaltung oder Ablehnung sind in der Datenschutzerklärung
geregelt.
11. Vertraulichkeit
Beide Parteien
verpflichten sich, alle im Rahmen des Vertrags erhaltenen vertraulichen
Informationen geheim zu halten.
12. Vertragsbeendigung und
Folgen
12.1
Kündigung aus wichtigem Grund
Jede
Partei kann bei schwerwiegenden Verstößen fristlos kündigen.
12.2
Datenrückgabe und Löschung
Nach Vertragsende
erhält der Kunde ein Exportpaket seiner Endkundendaten in gängigem Format.
Danach löscht der Anbieter sämtliche personenbezogenen Daten, soweit nicht
gesetzliche Aufbewahrungsfristen entgegenstehen.
13. Schlussbestimmungen
13.1
Abtretung
Eine
Abtretung der Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ist ohne schriftliche
Zustimmung des Anbieters ausgeschlossen.
13.2
Änderungen der AGB
Der
Anbieter ist berechtigt, diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit einer Frist
von vier Wochen zum Quartalsende zu ändern. Die geplanten Änderungen werden dem
Kunden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht
innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Mitteilung schriftlich, gelten die
Änderungen als angenommen. In der Änderungsmitteilung wird der Anbieter den
Kunden ausdrücklich auf die Bedeutung seines Schweigens hinweisen –
insbesondere darauf, dass das Ausbleiben eines fristgerechten Widerspruchs als
Zustimmung zu den Änderungen gilt.
Änderungen
dieser AGB berühren die Gültigkeit eines bestehenden
Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) nicht, sofern keine datenschutzrechtlich
relevante Änderung mit Auswirkungen auf die Verarbeitung vorliegt. In einem
solchen Fall wird der Kunde gesondert informiert.
13.3
Salvatorische Klausel
Sollte
eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Rest unberührt.
13.4
Schriftform
Änderungen
und Ergänzungen bedürfen der Schriftform.
13.5
Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Für
alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag gilt das Recht
der Bundesrepublik Deutschland.
Gegenüber Unternehmern ist Gerichtsstand der
Sitz des Anbieters (Bremen).
Für Verbraucher gelten die
gesetzlichen Gerichtsstände.